Kultur

Klöster & Kirchen

Drinnen ist es kalt, dunkel und tausend Jahre lang benutzt worden.

Kloster Tatew auf der Basaltkante hoch über der Worotan-Schlucht in Syunik
leicht · 1/5

Auf einen Blick

Dauer
1–3 Tage
Saison
Ganzjährig
Region
Oberes Azat-Tal, Wajots Dsor, Syunik, Lori
Gruppe
1–12
Preis
auf Anfrage

Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.

Kondition

Stehen und Treppensteigen über Stunden; die Zugänge sind gepflastert, aber selten eben.

Warum diese Monate

Ganzjährig möglich, im Januar und Februar raten wir aber ab: Der Selim-Pass und die Passstraßen nach Syunik sind bei Schneefall tagelang gesperrt, und dann bleibt von der Tagesplanung wenig übrig.

Was dich in Armenien erwartet

In Geghard hört ein gesungener Ton nicht auf, wenn der Sänger aufhört. Die Halle ist ganz aus dem umgebenden Fels geschlagen, und was du hörst, kommt aus dem Berg zurück. Darauf bereitet dich kein Reiseführer vor, weil sich Akustik nicht fotografieren lässt.

Wir fahren diese Orte einzeln an. Geghard im oberen Azat-Tal, Noravank in Wajots Dsor vor seiner roten Felswand, Tatev in Syunik über der Schlucht, Khor Virap in der Ararat-Ebene mit dem Berg dahinter, Haghpat und Sanahin in Lori. Drei an einem Tag sind möglich und selten eine gute Idee.

Der Zeitpunkt macht aus demselben Ort zwei verschiedene. An einem Werktagvormittag ist Noravank leer, und du hörst deine eigenen Schritte auf dem Stein. Am Sonntagvormittag ist es voll, es wird gesungen, Kerzen brennen zu Hunderten, und du stehst zwischen Familien, die nicht wegen der Architektur gekommen sind. Beides lohnt sich. Sag vorher, was du willst, dann legen wir den Tag danach.

An den Mauern stehen Chatschkare, armenische Kreuzsteine, jeder ein Einzelstück und oft für einen Verstorbenen gesetzt. Aus zwei Metern Abstand sehen sie einander ähnlich; aus dreißig Zentimetern hat jeder ein anderes Flechtwerk.

Das sind arbeitende Kirchen. Bedeckte Schultern und Knie, ein Kopftuch, wo eines ausliegt, kein Blitz, keine Gespräche während einer Zeremonie. Fotografieren ist fast überall erlaubt, und Fragen kostet zehn Sekunden.

Drinnen ist es kalt. Im August stehst du bei dreißig Grad im Hof und fünf Minuten später in einem Raum, der seit tausend Jahren nicht warm geworden ist. Eine Jacke gehört auch im Hochsommer ins Tagesgepäck.

Die Böden sind aus abgelaufenem Basalt, von Jahrhunderten Schuhwerk stellenweise spiegelglatt poliert, und in den Nebenräumen brennt kein Licht. Wir nehmen deshalb eine Lampe mit und gehen dort voran.

Chatschkar aus Tuff mit feinem Flechtbandkreuz und Flechten in den Rillen
Oberes Azat-Tal, Wajots Dsor, Syunik, Lori
In den Fels geschlagene Klosterkammer mit Lichtschacht und Meißelspuren
Ganzjährig
Die dunklen Tuffkirchen von Sewanawank auf der Halbinsel über dem Sewansee
Klöster & Kirchen

Inklusive

  • Fahrzeug und Fahrer
  • Ortskundige Begleitung
  • Eintritte, wo welche erhoben werden

Nicht inklusive

  • Mahlzeiten
  • Kerzen und Spenden vor Ort

Mitbringen

  • Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt
  • Jacke für die Innenräume
  • Kopftuch, wo keines ausliegt
  • Rutschfeste Schuhe

Wir stellen

  • Taschenlampe für die dunklen Nebenräume

Sicherheit und Wetter

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Regen verlagert den Tag nach innen, und genau dort wird es unangenehm: Die abgelaufenen Basaltstufen an den Eingängen sind nass so glatt wie Eis. Wir gehen dann langsamer und nutzen die Zeit für die Innenräume, statt den Termin zu verschieben.

Wie wir absichern

Die Anlagen sind nicht für Besucher gesichert: keine Geländer an den Galerien, offene Treppenläufe, unbeleuchtete Nebenräume. Wir gehen dort mit Lampe voran, niemand steigt auf Mauern oder Dächer, und in den Felsräumen von Geghard bleibt die Gruppe zusammen, weil der Boden feucht und der Ausgang schwerer zu finden ist, als er aussieht.

Klingt nach deinem Tag?

Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.

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