Festungen & Ausgrabungen
Bergauf über trockenes Gras kommt jeder. Zurück wird es schwierig.

Auf einen Blick
- Dauer
- 5–8 Std.
- Saison
- April bis November
- Region
- Aragazotn, Wajots Dsor, Syunik, Ararat-Region
- Gruppe
- 1–10
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Zwanzig Minuten bis anderthalb Stunden Aufstieg über Gras und Geröll, dazu unebenes Gelände in den Ruinen selbst.
Warum diese Monate
Von Dezember bis März raten wir ab: Rutschiger Untergrund auf einer Mauerkrone ohne Geländer ist das eine Risiko, das wir nicht abfedern können.
Was dich in Armenien erwartet
Du stehst unter Smbataberd, und es gibt nichts zu lesen: keine Kasse, kein Schild, keine Tafel. Vor dir liegt ein Grat, ein Weg hinauf und oben eine Mauer, die auf beiden Seiten am Abbruch endet. Wer sie gebaut hat und wann genau, darüber streitet die Forschung; dass hier niemand ungesehen heraufkam, siehst du in fünf Sekunden selbst.
Armenische Festungen liegen an unbequemen Stellen, und darum geht es. Amberd sitzt auf einem Sporn zwischen zwei Schluchten in Aragazotn — dorthin führt immerhin eine Bergstraße bis zum Parkplatz. Zu Smbataberd in Wajots Dsor und zu Kakavaberd über dem Azat führt keine. Bei beiden endet der Fahrweg vorher, und das letzte, steile Stück gehst du zu Fuß. Zwanzig Minuten bis anderthalb Stunden, je nachdem, wo der Wagen stehen bleibt.
Erklärt wird vor Ort nichts. Es gibt keine Tafeln, keine Absperrungen und keine Wege, die dich um Löcher herumführen. Zisternen sind offen, Mauerkronen haben keine Kante, die hält, und Steine, die tausend Jahre gelegen haben, liegen deshalb nicht fest.
Zu den Festungen kommen die Ausgrabungen. Zorats Karer bei Sisian, wo aufrecht stehende Steine mit gebohrten Löchern im Kreis stehen und die Deutungen zwischen Grabfeld und Sternwarte schwanken. Die Petroglyphen von Ughtasar, Jäger, Tiere und Zeichen, in schwarzen Fels geschlagen, auf über dreitausend Metern und den größten Teil des Jahres unter Schnee. Und Dvin in der Ararat-Ebene, wo von einer Stadt, die einmal Hauptstadt war, Grundmauern in flachem Ackerland liegen.
Ein Tag trägt zwei solche Orte, wenn sie beieinanderliegen. Drei werden eine Fahrerei. Welche zwei es sind, ergibt sich aus der Straße — Ughtasar allein kostet einen halben Tag Anfahrt über Hochlandpiste.
Nimm Zeit für den Abstieg mit. Bergauf über trockenes Gras kommt jeder; dasselbe Gras nach einem Schauer wird zur Rutschbahn, und der Weg zurück dauert dann länger als der Weg hinauf.



Inklusive
- Allradfahrzeug und Fahrer
- Ortskundige Begleitung
- Eintritte, wo welche erhoben werden
Nicht inklusive
- Verpflegung
- Wanderausrüstung
Mitbringen
- Feste Schuhe mit Profil
- Lange Hose gegen Dornbusch
- Wasser für den Aufstieg
- Sonnenschutz — oben gibt es keinen Schatten
Wir stellen
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
- Wanderstöcke auf Wunsch
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Trockenes Gras auf Lehm wird nach einem Schauer innerhalb von Minuten rutschig, und bergab ist es schlimmer als bergauf. In der Ruine oben passiert dir dagegen wenig. Bei angekündigtem Regen tauschen wir Smbataberd oder Kakavaberd gegen einen Ort mit befestigter Zufahrt.
Wie wir absichern
In den Ruinen bleibt die Gruppe zusammen, und niemand geht auf die Mauerkronen: Sie sind nicht gesichert, und das Mauerwerk sitzt nach tausend Jahren lockerer, als es aussieht. Offene Zisternen liegen teils unter Grasnarbe — wir gehen deshalb auf den ausgetretenen Linien und nicht querfeldein. Vor dem Aufstieg wird gesagt, wie lange er dauert, damit niemand ihn auf halber Höhe abbrechen muss.
Teil dieser Expeditionen
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.