Kulinarik

Weinprobe

Areni, wo seit sechstausend Jahren Wein gemacht wird.

Tuffkeller in Wajots Dsor mit bis zum Hals eingegrabenen Karas-Amphoren
leicht · 1/5

Auf einen Blick

Dauer
2–4 Std.
Saison
Ganzjährig
Region
Wajots Dsor
Gruppe
2–15
Vegetarisch
ja
Vegan
ja
Preis
auf Anfrage

Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.

Kondition

Keine.

Warum diese Monate

Von Januar bis Februar raten wir ab: Die Keller sind zwar ganzjährig offen, aber die Passstraße nach Wajots Dsor ist bei Schneefall gelegentlich gesperrt, und dann kommst du gar nicht erst hin.

Was dich in Armenien erwartet

Der Keller liegt tiefer als der Hof, und du merkst das an den Armen, bevor du es an einem Thermometer abliest. Draußen dreißig Grad, drinnen vierzehn, das ganze Jahr über dieselben vierzehn — deshalb liegt der Wein hier unten.

In Areni wird Wein gemacht, lange bevor in Europa jemand davon wusste. In der Höhle Areni-1 haben Archäologen eine Kelteranlage freigelegt, die rund sechstausend Jahre alt ist: eine flache Trittmulde, ein Abfluss, ein Gärgefäß. Der Aufbau, den du heute in einem Familienkeller im Dorf siehst, ist derselbe, nur größer.

Verkostet wird sitzend und in einer Reihenfolge. Zuerst die Weißen aus Voskehat, dann der Areni Noir, der die Gegend bekannt gemacht hat: eine autochthone rote Sorte, die auf über tausend Metern wächst und deshalb spät reift. Zum Schluss, wenn das Haus so etwas führt, ein Süßwein aus angetrockneten Trauben.

Zwischen den Gläsern steht Brot auf dem Tisch, und es liegt dort als Werkzeug. Nach dem dritten Wein unterscheidet die Zunge nicht mehr zuverlässig; ein Bissen Lavash setzt sie zurück. Wasser tut dasselbe und wird trotzdem regelmäßig vergessen.

In manchen Kellern liegen Karasse im Boden — bauchige Tonkrüge, teils mannshoch, in denen vergoren und ausgebaut wird. Wo sie stehen, riecht der Raum anders als ein Keller voller Edelstahl: erdiger, ein wenig nach nassem Ton. Ob du das im Glas wiederfindest, ist eine ehrliche Frage; die Hälfte der Leute findet es, die andere Hälfte nicht.

Ausspucken ist erlaubt und unter Leuten, die viel verkosten, üblich. Ein Spucknapf steht auf dem Tisch, und niemand sieht das schief an. Bei sechs Proben zu je einem Fingerbreit hängt daran, ob du dich an den Nachmittag erinnerst.

Gekauft wird am Ende oder gar nicht. Es gibt keine Verpflichtung, und der Winzer erwartet auch keine. Erwartet werden Fragen — und je konkreter sie sind, desto länger dauert die Führung.

Rotwein wird aus einem unglasierten Tonkrug in ein Glas gegossen
Wajots Dsor
Staubige unbeschriftete Flaschen in einer Nische der Tuffwand
Ganzjährig
Offene Karas-Amphore im Erdboden, der schwere Steindeckel danebengeschoben
Weinprobe

Inklusive

  • Verkostung
  • Kellerführung

Nicht inklusive

  • Flaschenkäufe

Mitbringen

  • Nichts

Wir stellen

  • Gläser

Sicherheit und Wetter

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Wetterunabhängig, findet drinnen statt.

Wie wir absichern

Wer verkostet, fährt nicht. Die Rückfahrt ist immer Teil der Planung.

Klingt nach deinem Tag?

Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.

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