Brandy-Verkostung
Trauben aus der Ararat-Ebene, zweimal gebrannt, in kaukasischer Eiche gereift.

Auf einen Blick
- Dauer
- 2–3 Std.
- Saison
- Ganzjährig
- Region
- Ararat-Region
- Gruppe
- 2–12
- Vegetarisch
- ja
- Vegan
- ja
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Keine. Gesessen wird die ganze Zeit.
Warum diese Monate
Im Juli und August raten wir ab: Bei über dreißig Grad verdunstet der Alkohol im Glas schneller, als du riechen kannst, und hochprozentige Proben bei dieser Hitze sind für den Kreislauf keine gute Idee.
Was dich in Armenien erwartet
Das erste Glas riechst du falsch. Nase hinein, tief eingeatmet — und für zwei Sekunden riechst du nichts als Alkohol, weil vierzig Prozent die Rezeptoren betäuben, bevor der Rest ankommt. Der zweite Versuch geht anders: Glas schräg halten, Mund leicht offen, kurz und flach einatmen. Dann kommen Aprikose, Vanille und Holz.
Armenischer Weinbrand wird aus Trauben der Ararat-Ebene gebrannt, zweimal destilliert und in Fässern aus kaukasischer Eiche gelagert. Alles, was du im Glas an Farbe siehst, stammt aus diesem Holz; frisch aus der Brennblase ist das Destillat wasserklar. Die Jahresangabe auf dem Etikett nennt den jüngsten Anteil im Verschnitt. Ältere Fässer sind meistens auch beteiligt, sie stehen nur nicht auf dem Papier.
Verkostet wird von jung nach alt, in Schritten von drei, fünf, zehn und zwanzig Jahren. Nebeneinander im Glas wird der Unterschied deutlich: Der junge zieht scharf durch die Nase, der alte legt sich breit und ruhig hin. Den Nachhall zählst du dabei mit: Beim Dreijährigen sind es ein paar Sekunden, beim Zwanzigjährigen hörst du zwischendurch auf zu zählen.
Ein paar Tropfen Wasser ins Glas sind kein Frevel. Sie senken den Alkoholanteil an der Oberfläche und lassen Aromen frei, die vorher untendurch gingen. Ob dir das gefällt, probierst du an einem Glas aus und behältst das zweite unverdünnt daneben stehen.
Ausgeschenkt wird in Mengen, die ein Finger am Glas abmisst. Vier Proben ergeben zusammen weniger als ein Glas Wein, und das reicht, weil hier die Nase die Arbeit macht und die Zunge nur bestätigt, was sie gemeldet hat.
Am Ende stehen die vier Gläser noch in ihrer Reihe, von hell nach dunkel. Die Farbe im rechten kommt aus zwanzig Jahren Fass, die im linken aus dreien; aus der Brennblase war beides einmal wasserklar. Sobald du den Unterschied im Glas siehst, findest du ihn beim zweiten Durchgang auch in der Nase.



Inklusive
- Vier Proben nach Alter geordnet
- Führung durch Brennerei und Fasslager
- Wasser und Brot zwischen den Gläsern
Nicht inklusive
- Anreise
- Flaschenkäufe
- Rückfahrt für Selbstfahrer
Mitbringen
- Ausweis zum Altersnachweis
Wir stellen
- Verkostungsgläser
- Spucknapf
- Wasserpipette
Allergien
Zum Destillat werden Brot, Trockenobst und häufig Nüsse gereicht; Nussfreiheit sagen wir dem Haus vorher an.
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Wetter wirkt hier über die Raumtemperatur. Im Fasslager sind es das ganze Jahr um die fünfzehn Grad, im Verkostungsraum an heißen Nachmittagen deutlich mehr — dann legen wir den Termin auf den Vormittag, weil ein warmes Glas die flüchtigen Aromen abgibt, bevor du sie in der Nase hast.
Wie wir absichern
Vierzig Prozent und mehr auf nüchternen Magen sind der eigentliche Fehler dieser Aktivität; deshalb steht Brot vor dem ersten Glas auf dem Tisch und nicht danach. Ausspucken ist ausdrücklich vorgesehen und wird gezeigt. Wer verkostet, fährt an diesem Tag nicht — Selbstfahrer müssen die Rückfahrt selbst organisieren, sie ist nicht Teil der Buchung. Im Fasslager gilt Rauchverbot, und die Böden sind dort von Verschüttetem dauerhaft glatt.
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.