Weingut & Weinlese
Ein Arbeitstag, der ohne dich genauso stattgefunden hätte.

Auf einen Blick
- Dauer
- 4–6 Std.
- Saison
- September und Oktober
- Region
- Areni, Wajots Dsor
- Gruppe
- 2–10
- Vegetarisch
- ja
- Vegan
- nein
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Vier bis sechs Stunden gebückt und in der Sonne; Kisten mit zwölf Kilo werden getragen.
Warum diese Monate
Von November bis August raten wir ab: Außerhalb der Lese hängt nichts an den Zeilen.
Was dich in Armenien erwartet
Um sieben Uhr steht die erste Kiste schon halb voll am Rebstock, und die Leute, die sie gefüllt haben, sind seit halb sechs da. Niemand begrüßt dich lange; jemand zeigt auf eine leere Kiste, drückt dir eine Schere in die Hand und geht zurück in seine Zeile.
Gelesen wird im September und Oktober, und wann genau, entscheidet nicht der Kalender, sondern eine Messung. Der Winzer geht ein paar Tage vorher durch die Zeilen, probiert Beeren, misst den Zucker und nennt dann einen Termin, der sich um zwei Tage verschieben kann. Deshalb nennen wir dir dafür ein Zeitfenster, das sich kurzfristig noch verschieben kann.
Die Arbeit selbst ist schnell erklärt und langsam gelernt. Eine Schere, eine Hand am Traubenstiel, ein Schnitt, die Traube in den Eimer, faules und grünes Zeug bleibt hängen. Nach zwanzig Minuten hast du es raus. Nach zwei Stunden merkst du, dass die Zeilen in Areni auf über tausend Metern liegen und die Sonne dort anders steht als zu Hause.
Deine Hände werden klebrig und bleiben es. Most trocknet auf der Haut zu einer Schicht, an der alles hängen bleibt — Staub, Blätter, Wespen. Wespen sind der Grund, warum volle Kisten sofort weggetragen werden; sie gehen an das, was am Boden ausläuft.
Mittags wird im Hof gegessen, meistens im Schatten der Halle, meistens zu viel. Danach geht es nicht zurück in die Zeilen. Es geht in den Keller: Die Trauben vom Vormittag laufen über den Sortiertisch, und dort wird herausgeholt, was du übersehen hast. Das ist unangenehm ehrlich und der Moment, in dem die meisten verstehen, warum sauber gelesen wird.
Am Ende kostest du den Wein des Vorjahres aus demselben Keller. Der Jahrgang, an dem du mitgearbeitet hast, ist frühestens im nächsten Sommer trinkbar, und die Flasche dazu bekommst du hier nicht.
Zwölf Kilo wiegt eine volle Kiste. Du trägst sie an einem Vormittag vielleicht dreißigmal, und am nächsten Tag weißt du genau, welche Muskeln daran beteiligt waren.



Inklusive
- Mitarbeit bei der Lese
- Mittagessen im Hof
- Kellerführung
- Verkostung des Vorjahrgangs
Nicht inklusive
- Anreise nach Areni
- Flaschenkäufe
Mitbringen
- Kleidung, die Traubensaft abbekommen darf
- Hut und Sonnenschutz
- Geschlossene Schuhe
Wir stellen
- Rebschere
- Eimer und Kisten
- Handschuhe auf Wunsch
Allergien
Zum Mittagessen im Hof kommen Weizen, Milchprodukte und Nüsse auf den Tisch; sag uns Unverträglichkeiten bei der Buchung.
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Über den Abbruch entscheidet der Winzer und nicht wir. Nass gelesene Trauben bringen Wasser in den Most und verderben ihm den Jahrgang; bei Regen wird deshalb aufgehört und im Keller weitergearbeitet.
Wie wir absichern
Die Rebschere ist das einzige gefährliche Werkzeug des Tages und schneidet Finger sauber durch — sie wird geschlossen abgelegt, nie in die Tasche gesteckt. Wespen sitzen in vollen Kisten und im Traubensaft am Boden: Getränke bleiben zugedeckt, offene Schuhe bleiben zu Hause. Wer am Ende verkostet, fährt nicht.
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.