Natur

Wildnis-Camping

Wind, Wasser, Abfluss — nach diesen drei Dingen steht das Zelt.

Zwei Kuppelzelte an einem flachen Kratersee auf der Geghama-Hochebene
fordernd · 3/5

Auf einen Blick

Dauer
2–5 Tage
Saison
Juni bis September
Region
Syunik, Wajots Dsor, Aragazotn
Gruppe
2–8
Preis
auf Anfrage

Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.

Kondition

Wenig Gehen, dafür Auf- und Abbau, Wasserholen und mehrere Nächte auf dem Boden.

Warum diese Monate

Von Oktober bis Mai raten wir ab: Die Zufahrten zu den Lagerplätzen liegen bis in den Juni hinein unter Altschnee.

Was dich in Armenien erwartet

Du stellst dein Zelt auf, bevor die Sonne hinter den Kamm geht. Im halbdunklen Gelände landen Heringe zuverlässig im falschen Untergrund, und ein Zelt, das um elf Uhr nachts umgesetzt werden muss, hält den ganzen Platz wach.

Das hier ist Camping mit Fahrzeug. Zelt, Kocher, Wasserkanister, Kühlbox und Stühle fahren mit, und das ändert alles gegenüber einer Trekkingtour: Du trägst nichts, du hast abends Platz, und du kannst am zweiten Tag entscheiden, dass der Platz von gestern besser war. Dafür stehst du dort, wo ein Fahrzeug hinkommt, und das sind nicht die entlegensten Stellen des Landes.

Ausgesucht wird der Platz nach Wind, Wasser und Abfluss. Ein flacher Sattel sieht gut aus und ist nachts der zugigste Ort weit und breit. Ein Bachbett ist eben und trocken und kann das in einer Gewitternacht innerhalb einer Stunde aufhören zu sein. Wir stehen deshalb meist hangaufwärts hinter einem Rücken, mit dem Eingang weg vom Tal.

Gekocht wird draußen und mit Abstand zum Zelt. Ein Gaskocher im Vorzelt ist der klassische Weg, sich mit Kohlenmonoxid zu vergiften, und Zeltstoff brennt schneller als alles andere im Lager. Was riecht — Reste, Verpackungen, Zahnpasta — geht nachts ins Fahrzeug.

Auf den Sommerweiden in Syunik und Wajots Dsor stehen Herden, und bei den Herden stehen Hirtenhunde. Wir suchen den Platz mit Abstand zu Ställen und Tränken, und wenn abends jemand vorbeikommt und etwas sagt, ziehen wir um. Das kommt selten vor und war jedes Mal richtig.

Morgens ist die Zeltinnenwand nass. Kondenswasser ist keine Undichtigkeit, es ist die Nacht, die im Stoff steht, und es verschwindet, wenn das Zelt eine halbe Stunde offen in der Sonne steht. Packst du es feucht ein, riechst du das am nächsten Abend beim Aufbauen.

Emailletasse und verbeulter Topf neben einem Kocher auf Lavagrus
Syunik, Wajots Dsor, Aragazotn
Offene Zeltapsis mit Schlafsack und schlammigen Stiefeln, Blick ins Tal
Juni bis September
Heruntergebranntes Lagerfeuer in einem Ring aus Basaltsteinen in der Dämmerung
Wildnis-Camping

Inklusive

  • Allradfahrzeug und Fahrer
  • Zelte, Matten und Kocher
  • Verpflegung im Lager
  • Satellitenkommunikation

Nicht inklusive

  • Schlafsack
  • Persönliche Ausrüstung
  • Anreise

Mitbringen

  • Schlafsack für Nachtfrost
  • Stirnlampe
  • Warme Schicht für den Abend
  • Ohrstöpsel

Wir stellen

  • Zelt und Isomatte
  • Kocher und Kochgeschirr
  • Wasserkanister und Filter
  • Klappstühle und Tisch

Sicherheit und Wetter

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Gewitter entscheiden über den Platz, nicht über den Tag. Wir stehen dann tiefer, hinter einem Rücken und mit Abstand zu einzeln stehenden Bäumen, und wir bauen um, solange es noch hell ist. Dauerregen kostet vor allem Trocknungszeit: Ein nass eingepacktes Zelt ist am dritten Abend ein Problem.

Wie wir absichern

Gekocht wird ausschließlich im Freien und nie im Vorzelt — Kohlenmonoxid ist geruchlos und in einem geschlossenen Zelt binnen Minuten gefährlich. Der Lagerplatz liegt nie im Bachbett und nie auf dem Kamm. Essbares und alles Duftende verbringt die Nacht im Fahrzeug. Satellitenkommunikation ist dabei, und der Standort des Lagers liegt jeden Abend bei einem Kontakt außerhalb der Gruppe.

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