Natur

Vogel- & Wildtierbeobachtung

Sechs Stunden Ansitz für vierzig Minuten, in denen etwas passiert.

Schilfgürtel und Fischteiche von Armasch in der Ararat-Ebene, der Ararat am Horizont
mittel · 2/5

Auf einen Blick

Dauer
6–10 Std.
Saison
April bis Oktober
Region
Khosrov-Wald-Reservat, Kaukasus-Wildschutzgebiet, Sewansee
Gruppe
1–6
Preis
auf Anfrage

Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.

Kondition

Kurze Zustiege, dafür stundenlanges Sitzen und Stehen bei jeder Temperatur.

Warum diese Monate

Von Dezember bis Februar raten wir ab: Die Zufahrten in den Khosrov-Wald sind bei Schnee gesperrt.

Was dich in Armenien erwartet

Du siehst seit vierzig Minuten denselben Hang durch dasselbe Spektiv, und niemand in der Gruppe hat etwas gesagt. Dann nennt der Guide eine Uhrzeit — „auf zwei Uhr, über dem hellen Felsband“ — und du brauchst weitere zwei Minuten, bis du siehst, was er sieht.

Tiere findest du hier nicht, indem du hinausgehst und schaust. Du findest sie, indem du dich vor Sonnenaufgang an eine Stelle setzt, von der ein ganzer Hang einsehbar ist, und die Kammlinie systematisch absuchst. Bewegung fällt auf, Farbe fällt auf, ein falscher Umriss fällt auf. Eine Bezoarziege steht zwanzig Minuten reglos und ist in dieser Zeit ein Stein.

Im Khosrov-Wald-Reservat und im angrenzenden Kaukasus-Wildschutzgebiet leben Bezoarziegen, Wildschweine, Füchse und Wölfe; der Kaukasische Leopard ist dort nachgewiesen und wird praktisch nie gesehen. Wir versprechen ihn nicht. Am Sewansee geht es stattdessen um Vögel: Reiher und Möwen an den flachen Buchten, im Frühjahr und Herbst durchziehende Watvögel.

Das Fernglas gehört dir, das Spektiv stellen wir. Ein Zehnfachglas ist für den ersten Blick besser als jedes Teleobjektiv, weil du damit den Hang absuchst, statt ihn durch einen Strohhalm zu betrachten. Zum Fotografieren brauchst du danach trotzdem Brennweite und ehrlicherweise auch Glück.

Gefüttert wird nichts, gelockt wird nichts, und abgespielte Vogelstimmen bleiben aus. Playback zieht brütende Vögel vom Nest, und in einem Reservat hat das Folgen über die Unhöflichkeit hinaus. Abstand halten wir, weil ein Tier, das sich beobachtet fühlt, den Hang wechselt und den Rest des Tages weg bleibt.

Wind ist der Faktor, der die Planung ändert. Er trägt Geruch bergauf, und Huftiere stehen dann auf der abgewandten Seite. Welchen Hang wir nehmen, sagt der Guide morgens am Fahrzeug, und er sieht dafür zur Fahne am Zaun hinüber.

Auf sechs Stunden Ansitz kommen vielleicht vierzig Minuten, in denen etwas passiert. An diesem Verhältnis ändert auch mehr Ausrüstung nichts.

Gänsegeier segelt dicht an einer Felswand in einer armenischen Schlucht
Khosrov-Wald-Reservat, Kaukasus-Wildschutzgebiet, Sewansee
Bezoarziege mit langen Hörnern an einem steilen Felshang
April bis Oktober
Altes zerschrammtes Fernglas auf einem flechtenbewachsenen Basaltblock
Vogel- & Wildtierbeobachtung

Inklusive

  • Allradfahrzeug und Fahrer
  • Begleitung mit Artenkenntnis
  • Spektiv und Stativ
  • Genehmigungen für die Reservate

Nicht inklusive

  • Eigenes Fernglas
  • Fotoausrüstung
  • Verpflegung

Mitbringen

  • Fernglas
  • Gedeckte Kleidung in Schichten
  • Sitzunterlage
  • Thermoskanne

Wir stellen

  • Spektiv
  • Bestimmungsbuch
  • Tarnnetz am Ansitz

Sicherheit und Wetter

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Regen drückt die Vogelaktivität an den Buchten des Sewansees für Stunden auf null, und starker Wind stellt Huftiere in Lagen, die von keinem Ansitz einsehbar sind. Wir tauschen dann die Seite des Tals und nicht den Tag — die Entscheidung fällt morgens vor Ort.

Wie wir absichern

Abstand ist hier nicht Höflichkeit, sondern Methode: Wir bleiben so weit weg, dass kein Tier den Hang wechselt, und gehen nie zwischen ein Muttertier und sein Junges. Auf den Weiden am Rand der Reservate stehen Hirtenhunde — stehen bleiben, nicht laufen, den Guide vorgehen lassen. Gefüttert und gelockt wird nichts, und in den Reservaten gilt, was die Aufsicht sagt.

Klingt nach deinem Tag?

Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.

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