Wildkräuter-Wanderung
Bis zu zwanzig wilde Kräuter in einem einzigen Fladenbrot.

Auf einen Blick
- Dauer
- 5–7 Std.
- Saison
- April bis Juni
- Region
- Syunik und Wajots Dsor
- Gruppe
- 2–10
- Vegetarisch
- ja
- Vegan
- ja
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Sechs bis zehn Kilometer über weglose Hänge, mit vielen Pausen und wenig Höhenmetern am Stück.
Warum diese Monate
Von Juli bis März raten wir ab: Ab dem Hochsommer sind die Blätter hart und bitter, ab Oktober liegt auf den Hochweiden Schnee — dann wächst dort nichts, was in ein Jingalov Hats gehört.
Was dich in Armenien erwartet
Der Guide bückt sich, reißt ein Blatt ab, zerreibt es zwischen den Fingern und hält es dir unter die Nase. Das ist die Grundbewegung dieses Tages, und sie wiederholt sich vielleicht vierzigmal. Hinsehen reicht nicht; die Hälfte der Kräuter hier unterscheidet sich vom Nachbarn nur im Geruch.
Gesammelt wird an den Hängen von Syunik und Wajots Dsor, zwischen tausendfünfhundert und zweitausend Metern, im Frühjahr, wenn alles gleichzeitig kommt. Thymian, Wildminze, Johanniskraut, Sauerampfer, wilder Lauch, Melde. In armenischen Klöstern werden aus solchen Pflanzen seit Jahrhunderten Auszüge und Öle gewonnen, und die Rezepturen, die wir unterwegs hören, stammen ohne Umweg aus dieser Linie.
Am Ende steht Jingalov Hats. Ein Fladenbrot, gefüllt mit bis zu zwanzig verschiedenen wilden Kräutern, fein geschnitten, mit Salz und Öl vermengt, in einen dünn ausgezogenen Teig gelegt und auf einer heißen Platte gebacken. Es schmeckt nach nichts, was du zuordnen kannst, und nach Frühling.
Der Teig ist die Prüfung. Er wird so dünn gezogen, dass die Hand darunter durchscheint, und dann kommt eine Menge Grünzeug hinein, die zu viel aussieht und es nicht ist. Zu wenig Füllung schmeckt nach Brot. Zu viel reißt beim Zusammenlegen. Die Frauen im Dorf brauchen dafür vierzig Sekunden und lachen über den Versuch, das nachzumachen.
In den Mund kommt nichts, was der Guide nicht benannt hat. Auf denselben Wiesen wachsen Doldenblütler, die wie wilde Möhre aussehen und giftig sind, und ein Griff daneben ist der einzige ernsthafte Fehler, den dieser Tag zulässt. Deshalb wandert jede Pflanze zuerst durch seine Hand und dann erst in den Korb.
Gelaufen wird sechs bis zehn Kilometer, mit vielen Pausen, weil beim Sammeln niemand vorankommt. Der Korb ist am Ende schwerer als am Anfang, und das Grün darin verliert bis zum Abend die Hälfte seines Volumens.



Inklusive
- Ortskundige Begleitung mit Pflanzenkenntnis
- Körbe und Messer
- Backen und Essen des Jingalov Hats
- Tee aus dem Gesammelten
Nicht inklusive
- Anreise
- Getrocknete Kräuter zum Mitnehmen
Mitbringen
- Feste Schuhe für nasses Gras
- Lange Hose
- Sonnenschutz
- Regenjacke
Wir stellen
- Sammelkorb
- Schneidbrett und Messer
- Bestimmungsbuch
Allergien
Jingalov Hats enthält Weizen. Die Kräutermischung wechselt täglich und wird vor dem Backen einzeln durchgesprochen.
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Nasse Kräuter erwärmen sich im Korb und fallen binnen zwei Stunden zusammen; wir sammeln bei Regen deshalb weniger und gehen früher zum Backen über. Auf den offenen Hochweiden gibt es außerdem keinen Unterstand, und bei Gewitterneigung steigen wir ab, bevor es aufzieht.
Wie wir absichern
Die eine echte Gefahr steht auf der Wiese und nicht am Hang: Doldenblütler mit giftigen Vertretern wachsen zwischen den essbaren Arten. Deshalb bestimmt der Guide jede Pflanze, bevor sie in den Korb geht, und probiert wird ausschließlich, was er benannt hat. Gesammelt wird abseits von Weiden mit Herden und nie am Straßenrand.
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.