Urban Exploration
Wir nehmen nichts mit und lassen nichts da. Nur so gibt es das hier.

Auf einen Blick
- Dauer
- 4–6 Std.
- Saison
- März bis November
- Region
- Byurakan, Arzni, Gjumri, Dsegh
- Gruppe
- 2–6
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Vier bis sechs Stunden auf den Beinen, viele Treppen ohne Geländer, gelegentlich über Schutt steigen.
Warum diese Monate
Von Dezember bis Februar raten wir ab: In Räumen ohne Strom ist es schon am frühen Nachmittag zu dunkel zum Weitergehen.
Was dich in Armenien erwartet
Unter den Sohlen knirscht Glas, und das ist das Geräusch, an das du dich hinterher erinnerst. In einem leeren Gebäude gibt es keine Geräusche außer denen, die du selbst machst.
Byurakan, Arzni, Gjumri, Dsegh. Vier Orte, die wenig gemeinsam haben außer dem, was in ihnen leer steht. Was genau wir betreten, wird für jeden Termin vorher geklärt: Wir gehen nur dorthin, wo der Zutritt geregelt ist, und lassen aus, was verschlossen ist. Das schränkt die Auswahl ein und ist die Bedingung dafür, dass es diese Aktivität überhaupt gibt.
Fotografieren ist der Hauptgrund, warum Leute mitkommen, und der schwierigste Teil. Es gibt keinen Strom, also kein Licht außer dem, was durch Fensteröffnungen hereinfällt. Das bedeutet lange Belichtungszeiten, und lange Belichtungszeiten bedeuten etwas zum Aufstützen. Ein kleines Stativ oder eine stabile Fensterbank machen den Unterschied zwischen einem Bild und einem Beweisfoto.
Der Boden ist die eigentliche Gefahr. Betondecken haben Löcher, die unter Staub liegen, Treppen haben ihre Geländer verloren, und Holz, das dreißig Jahre feucht stand, trägt nicht, nur weil es wie Holz aussieht. Wir gehen an den Wänden entlang, weil die Auflage am Rand liegt und die Raummitte das Erste ist, was nachgibt. Geschosse mit durchhängender Decke betreten wir nicht; das sagt der Guide an, und danach geht niemand mehr hinein.
Kopflampe statt Telefon. Ein Telefon in der Hand kostet dich die Hand, die du zum Abstützen brauchst, und geht als Erstes kaputt.
Überall gilt dasselbe: Wir nehmen nichts mit, und wir lassen nichts da. Kein Souvenir, keine aufgebrochene Tür, keine Markierung an einer Wand. Was hier steht, steht seit Jahrzehnten ohne Aufsicht, und es ist noch da, weil sich bisher genug Leute daran gehalten haben.
Nach vier Stunden bist du staubig, und dieser Staub riecht anders als draußen. Beschreiben kann ihn niemand richtig, bemerkt haben ihn alle.



Inklusive
- Ortskundige Begleitung
- Transfer zwischen den Objekten
- Abklärung der Zutrittsrechte vorab
Nicht inklusive
- Fotoausrüstung
- Verpflegung
Mitbringen
- Feste Schuhe mit steifer Sohle
- Kopflampe
- Kleines Stativ für Innenaufnahmen
- Kleidung, die staubig werden darf
Wir stellen
- Helm
- Arbeitshandschuhe
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Regen verlagert sich in die Gebäude hinein: Wasser läuft durch die Geschosse, Staub wird zu Schlamm, und Treppen ohne Geländer werden zur eigentlichen Schwierigkeit des Tages. Bei Dauerregen kürzen wir auf die Objekte mit intaktem Dach.
Wie wir absichern
Betreten wird nur, was der Guide freigibt, und Geschosse mit durchhängender Decke bleiben grundsätzlich aus. Wir gehen an den Wänden statt durch die Raummitte, weil dort die Auflage liegt, und niemand geht allein durch eine Tür. Helm und Handschuhe sind Pflicht; Kopflampe statt Telefon, damit beide Hände frei bleiben. Aufgebrochen wird nichts.
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.