Fels & Adrenalin

Rope Jumping, 120 Meter

Die tiefe Schlucht in Wajots Dsor — nicht der erste Sprung deines Lebens.

Sehr tiefe Trockenschlucht in Wajots Dsor mit rotbraunen Schichtwänden, ein Seil spannt über den Abgrund
fordernd · 3/5

Auf einen Blick

Dauer
3–4 Std.
Saison
Juni bis September
Region
Wajots Dsor
Gruppe
1–8
Preis
auf Anfrage

Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.

Kondition

Körperlich moderat: Zustieg über Fels, lange Standzeiten, hängen im Gurt beim Hochziehen — das dauert und drückt.

Warum diese Monate

Von Oktober bis Mai raten wir ab: In der tiefen Schlucht bleibt Nässe lange stehen, die Kante ist im Frühjahr brüchig von der Frostsprengung, und der Aufbau des Seilsystems braucht stabile trockene Bedingungen.

Was dich in Armenien erwartet

Von der Kante siehst du den Grund der Schlucht im Schatten liegen, während dir oben die Sonne auf den Helm scheint. Dazwischen hängt ein Seil, und es vergeht eine Sekunde mehr, bis es greift, als du dir vorstellst.

Die Schlucht in Wajots Dsor ist tief, und das Rigging dauert entsprechend lange. Ein Seilsystem über eine solche Spannweite wird nicht nebenbei aufgebaut; ein Teil des Vormittags besteht daraus, dass Leute mit Seilen, Karabinern und Umlenkrollen arbeiten und du zuschaust. Das ist die Zeit, in der du siehst, woran du gleich hängst.

Der freie Fall dauert lang genug, dass der Kopf mitkommt — das unterscheidet diese Variante von der kleineren. Bei sechzig Metern ist es vorbei, bevor du es einordnen kannst. Bei hundertzwanzig fällst du lange genug, um zu registrieren, dass du fällst. Danach der Bogen, der hier weit ausholt, die Wand zieht vorbei, und dann hängst du still über einem trockenen Bachbett.

Das Zurückholen an die Kante dauert. Ein Team zieht dich in Etappen hoch, und diese Minuten am Seil, allein in der Schlucht, sind bei vielen die Erinnerung, die bleibt — nicht der Sprung.

Als Einstieg empfehlen wir diese Höhe nicht. Abgesichert ist sie genauso wie der kleinere Sprung; der Unterschied liegt im Kopf, und mit sechzig Metern findest du günstiger heraus, wie deiner darauf reagiert.

Vom Treffpunkt bis zur Kante geht es zu Fuß über Fels, feste Schuhe mit Fersenhalt sind das Mindeste. Oben gibt es keinen Schatten und kein Wasser außer dem, das du selbst trägst; an einem Tag mit langen Wartezeiten fällt beides deutlicher auf als der Sprung.

Ein halber Tag geht dafür drauf. Umkehren an der Kante kommt vor, kostet nichts und ändert am Rest des Tages wenig.

Blick am gespannten Hauptseil entlang über die Schlucht, Rollen und Knoten im Vordergrund
Wajots Dsor
Drei Personen ziehen einen Springer über den Schluchtrand zurück
Juni bis September
Springer sitzt nach der Landung am steinigen Schluchtrand, den Helm noch auf
Rope Jumping, 120 Meter

Inklusive

  • Seilsystem und Rigging
  • Komplette Sicherungsausrüstung
  • Einweisung
  • Rückholung an die Kante

Nicht inklusive

  • Anreise
  • Videoaufnahmen

Mitbringen

  • Lange, eng anliegende Kleidung
  • Feste Schuhe mit Fersenhalt
  • Sonnenschutz
  • Ausreichend Wasser

Wir stellen

  • Ganzkörpergurt
  • Helm
  • Seile, Karabiner und Umlenkungen

Sicherheit und Wetter

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Aufgebaut und gesprungen wird nur bei trockenen, ruhigen Bedingungen. Wind in einer Schlucht ist unberechenbar, nasser Fels an der Kante ebenso — bei beidem wird der Termin verschoben statt verkürzt.

Wie wir absichern

Mehrfach abgesichertes Seilsystem, aufgebaut und kontrolliert, bevor der erste Sprung stattfindet. Ganzkörpergurt und Helm sind Pflicht, jeder Verschluss wird doppelt geprüft. Voraussetzung ist Erfahrung mit dem 60-Meter-Sprung oder ein vergleichbarer Sprung anderswo; wir empfehlen diese Höhe ausdrücklich nicht als ersten Versuch.

Klingt nach deinem Tag?

Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.

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