Canyoning Advanced
Tiefere Schluchten in Wajots Dsor, längere Abseilstellen, längerer Tag.

Auf einen Blick
- Dauer
- 6–8 Std.
- Saison
- Juli bis September
- Region
- Wajots Dsor
- Gruppe
- 2–6
- Schwimmen
- ja
- Wassertemperatur
- Kalt, auch im Hochsommer
- Neopren
- ja
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Deutlich gefordert: sechs bis acht Stunden in Bewegung, steiler Ausstieg am Ende, dazu die Kälte, die zusätzlich Kraft kostet.
Warum diese Monate
Von Oktober bis Juni raten wir ab: Bis in den Frühsommer führen die Schluchten Schmelzwasser, und in einer tiefen Schlucht mit langen Abseilstellen ist ein steigender Pegel das Ende jeder Umkehrmöglichkeit.
Was dich in Armenien erwartet
Diese Variante setzt voraus, dass du weißt, wie sich ein Abseilgerät unter Last anfühlt. Sie ist für Leute gedacht, die eine Schlucht schon einmal von innen gesehen haben.
In Wajots Dsor sind die Schluchten tiefer und die Abseilstellen länger. Manche führen direkt neben dem Wasserfall hinunter, was bedeutet: Der Strahl trifft Schultern und Helm, das Seil ist nass, und man hört den Guide über sich nicht mehr. Vereinbarte Handzeichen ersetzen dann die Ansage — deshalb wird alles vorher festgelegt und nicht unterwegs erklärt.
Es gibt frei hängende Passagen, bei denen die Wand außer Reichweite ist und man sich nirgends abstützen kann. Hast du das noch nie gemacht, merkst du in diesem Moment, wie viel Sicherheit ein Fuß am Fels gibt. Dazu kommen technische Stellen: Umsteigen an Zwischenstationen, Seilmanöver, Ausstiege über nassen Fels.
Der Tag ist lang. Sechs bis acht Stunden in Neopren, davon große Teile im Schatten und im Wasser, kosten Energie, die man morgens nicht spürt und nachmittags vermisst. Der Ausstieg führt in der Regel steil aus der Schlucht heraus, und dieser Aufstieg kommt genau dann, wenn die Beine bereits müde sind. Ein Riegel in der Neoprentasche entscheidet auf den letzten zwei Stunden mehr als jede Ausrüstungsfrage.
Geführt wird von erfahrenen Profis mit Ortskenntnis, in kleinen Gruppen. Die Gruppengröße ist dabei eine Rechengröße: Jede zusätzliche Person verlängert jede Abseilstelle, und Wartezeit in kaltem Wasser ist das, was Touren dieser Länge kippen lässt. Sechs Leute an einer dreißig Meter langen Abseilstelle bedeuten eine gute halbe Stunde im Schatten, bevor der Letzte unten ist.
Bist du unsicher, ob das passt, mach zuerst die einfachere Variante in Syunik. Das ist keine Zurückstufung, sondern die richtige Reihenfolge.



Inklusive
- Erfahrene Guides
- Neopren und komplette Seilausrüstung
- Einweisung und Technikcheck
Nicht inklusive
- Anreise
- Verpflegung
- Persönliche Zusatzausrüstung
Mitbringen
- Canyoning-Erfahrung
- Schuhe mit gutem Grip auf nassem Fels
- Handtuch und komplette Wechselkleidung
- Etwas Kompaktes zu essen
Wir stellen
- Neoprenanzug
- Helm
- Klettergurt und Abseilgerät
- Seile und wasserdichter Sack
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Es zählt der Niederschlag im gesamten Einzugsgebiet, auch der von gestern. Bei unsicherer Lage findet die Tour nicht statt: In einer tiefen Schlucht gibt es zwischen Einstieg und Ausstieg keinen Ausweg, wenn der Pegel steigt.
Wie wir absichern
Vorausgesetzt wird Erfahrung im Canyoning; ohne sie ist die Tour in Syunik der richtige Einstieg. Geführt wird von erfahrenen Profis mit Ortskenntnis in kleinen Gruppen, Handzeichen werden vor der ersten lauten Stelle vereinbart. Helm, Neopren und Gurt durchgehend, Abseilstellen nur an eingerichteten Ständen, Abbruch bei steigendem Wasser.
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.