Fels & Adrenalin

Canyoning

Abwärts durch eine Schlucht in Syunik — der einzige Weg ist der Bach.

Enge wassergeschliffene Basaltschlucht in Syunik mit grünem Becken
fordernd · 3/5

Auf einen Blick

Dauer
4–6 Std.
Saison
Juni bis September
Region
Syunik
Gruppe
2–8
Schwimmen
ja
Wassertemperatur
Kalt, auch im Hochsommer
Neopren
ja
Preis
auf Anfrage

Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.

Kondition

Vier bis sechs Stunden in Bewegung, Zustieg und Ausstieg zu Fuß, dazwischen klettern, waten und sich selbst aus einem Becken ziehen.

Warum diese Monate

Von Oktober bis Mai raten wir ab: Im Frühjahr führen die Bäche Schmelzwasser und die Schluchten sind nicht sicher begehbar, im Winter kommt Kälte dazu, gegen die auch Neopren nicht hilft.

Was dich in Armenien erwartet

Canyoning heißt: Du gehst in eine Schlucht hinein und kommst unten wieder heraus. Dazwischen gibt es keinen Ausstieg und keine Abkürzung. Genau das macht den Unterschied zu jeder Wanderung.

In Syunik haben die Bäche schmale Rinnen in den Fels geschnitten, mit polierten Wänden, kleinen Wasserfällen und Becken, in denen das Wasser grün steht. Der Weg hindurch besteht aus vier Bewegungsarten: abseilen, rutschen, springen, waten. Was davon wann drankommt, entscheidet die Schlucht, nicht der Plan.

Abgeseilt wird an eingerichteten Stellen, mit Guide oben und Guide unten. Beim ersten Mal ist der Moment, in dem du dich rückwärts über eine Kante lehnst, unangenehm; beim dritten Mal nicht mehr. Rutschen macht mehr Spaß, als es aussieht, verlangt aber die richtige Haltung: Arme verschränkt, Beine voraus, und genau dort hinlegen, wo der Guide zeigt — nicht daneben.

Springen ist immer freiwillig. Zu jeder Sprungstelle gibt es einen Weg vorbei, und wer nicht will, wird abgeseilt. In einer Schlucht sind ungewollte Sprünge die häufigste Ursache für verstauchte Knöchel.

Kalt wird es trotzdem. Neopren hilft, aber Schluchtwasser kommt aus dem Berg und hat auch im August nicht viel Temperatur. Nach zwei Stunden merkst du das an den Händen. Wer friert, sagt es, bevor er zittert.

Schwimmen können ist Voraussetzung, ebenso ein gewisses Maß an Beweglichkeit: Es wird geklettert, gerutscht, gebückt und über nasse Steine balanciert. Trittsicherheit ist hier nützlicher als Kraft.

Der Zustieg dauert je nach Schlucht eine halbe bis eine ganze Stunde, meist bergab und über loses Geröll. Der Ausstieg am Ende führt wieder hinauf, und dann sind die Beine schon müde. Rechne diese beiden Wege mit ein und nicht nur die Zeit im Wasser.

Sobald du eingestiegen bist, geht es nur noch vorwärts. Deshalb entscheiden wir vorher über das Wetter und nicht unterwegs.

Person rutscht eine natürliche Felsrinne in ein Becken, Wasser spritzt
Syunik
Nasse Neoprensocken und Canyoning-Schuhe auf glattem dunklem Basalt
Juni bis September
Gruppe watet im Gänsemarsch durch hüfttiefes Wasser einer engen Schlucht
Canyoning

Inklusive

  • Guides
  • Neopren und Sicherungsausrüstung
  • Einweisung
  • Wasserdichter Transportsack

Nicht inklusive

  • Anreise
  • Verpflegung

Mitbringen

  • Badesachen als Unterzieher
  • Schuhe, die nass werden dürfen und fest sitzen
  • Handtuch und komplette Wechselkleidung

Wir stellen

  • Neoprenanzug
  • Helm
  • Klettergurt
  • Seile und Abseilgerät

Sicherheit und Wetter

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Regen im Einzugsgebiet ist das entscheidende Kriterium, nicht Regen über der Schlucht. Weil der Wasserstand innerhalb von Stunden steigen kann, sagen wir bei angekündigten Niederschlägen ab — auch bei Sonnenschein vor Ort.

Wie wir absichern

Geführt wird von Guides mit Ortskenntnis, einer vorn und einer hinten. Helm, Neopren und Gurt werden durchgehend getragen, abgeseilt wird nur an eingerichteten Stellen. Sprünge sind freiwillig und es gibt zu jedem eine Alternative. Bei steigendem Wasserstand wird die Tour abgebrochen, bevor sie ernst wird.

Klingt nach deinem Tag?

Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.

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