Reiten
Hochweiden unter dem Aragaz, auf einem Pferd, das den Weg kennt.

Auf einen Blick
- Dauer
- 4–7 Std.
- Saison
- Juni bis Oktober
- Region
- Aragazotn, Hochweiden am Aragaz
- Gruppe
- 2–8
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Stunden im Sattel fordern Rücken und Beine mehr, als Sitzen vermuten lässt; auf- und absteigen musst du allein können.
Warum diese Monate
Von November bis Mai raten wir ab: Auf gefrorenem Boden reiten wir nicht.
Was dich in Armenien erwartet
Das Pferd bleibt stehen, bevor du merkst, warum. Zwei Schritte weiter liegt eine Steinplatte schräg im Hang, nass vom Schmelzwasser. Armenische Bergpferde sind klein, zäh und trittsicher, und sie kennen den Untergrund besser als jeder Reiter, der zum ersten Mal darauf sitzt.
Geritten wird im Hochland von Aragazotn, über die Weiden unterhalb des Aragaz. Der Wald hört hier auf, es bleiben Fels, kurzes Gras und Schneefelder, die sich bis in den Sommer halten. Vom Sattel aus siehst du weiter als aus dem Auto, weil du höher sitzt und langsamer bist.
Vorkenntnisse brauchst du keine. Vor dem Aufsitzen wird zugeteilt, welches Pferd zu wem passt; der Reitführer geht dabei nach dem, was du ihm über dich erzählst, und nach den ersten zwanzig Metern. Hast du noch nie im Sattel gesessen, bekommst du das ruhigste Tier und gehst die erste Stunde im Schritt.
Bergab wird nicht geritten, sondern gelassen: lange Zügel, Gewicht mittig, das Pferd sucht sich seine Tritte selbst. Beim ersten Mal fühlt sich das falsch an, und es ist der wichtigste Handgriff des Tages.
Vier bis sieben Stunden im Sattel sind eine körperliche Angelegenheit, auch wenn du dabei sitzt. Innenschenkel und unterer Rücken melden sich am zweiten Tag deutlicher als am ersten. Eine lange Hose ohne Innennaht erspart dir die unangenehmere Hälfte davon.
Für den Umgang mit dem Tier gilt: nie hinter einem Pferd durchgehen, ohne es anzusprechen, Abstand zum Vorderpferd halten, nicht plötzlich absteigen. Helme werden gestellt und getragen. Wenn du all das im Hof vergisst, sagt es dir der Reitführer beim ersten Mal freundlich und beim zweiten Mal knapp.
Mittags wird abgesattelt. Die Pferde grasen, du liegst im Gras, und eine Stunde lang passiert nichts. Danach geht es zurück, meist auf einem anderen Weg als hin — welchem, hängt davon ab, wo die Herden stehen.



Inklusive
- Pferd und Reitführer
- Helm
- Transfer ins Hochland
- Mittagspause im Freien
Nicht inklusive
- Reitkleidung
- Getränke über das Mitgeführte hinaus
Mitbringen
- Lange Hose ohne Innennaht
- Feste Schuhe mit Absatz
- Windjacke
- Sonnenschutz
Wir stellen
- Helm
- Sattel und Zaumzeug
- Satteltasche für Kleingepäck
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Beim ersten Donnerschlag heben acht Pferde gleichzeitig den Kopf, und danach hört keines mehr auf den Schenkel. Ein unruhiges Pferd unter einem ungeübten Reiter ist die Kombination, die wir vermeiden, also kehren wir bei Gewitter um. Schutz gäbe es auf offener Hochweide ohnehin keinen. Regen allein ändert am Tag nichts.
Wie wir absichern
Das Pferd wird nach Erfahrung zugeteilt, nicht nach Wunsch. Helmpflicht für alle, auch für geübte Reiter. Geritten wird hintereinander mit einer Pferdelänge Abstand, weil Hufschlag nach hinten die häufigste Verletzung bei Ausritten ist. An steilen Passagen geht der Reitführer voran, und wer absteigen möchte, sagt es, bevor er es tut.
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