Azhdahak: Der Drachengipfel mit dem Kratersee auf 3.597 Metern
Gegharkunik — Auf 3.597 Metern liegt ein stiller See im Krater eines erloschenen Vulkans. Der Gipfel trägt den Namen des Drachen aus der armenischen Mythologie — und die langen Hochlandpisten dorthin geben ihm Substanz.

Der letzte Anstieg ist zu Fuß: loses Lava-Geröll, über 3.000 Meter, und selbst im Juni liegt hier noch Schnee. Dann stehst du auf 3.597 Metern am Rand eines erloschenen Vulkans — und tief im Krater liegt ein See, still und kalt, gespeist aus Schmelzwasser. Den Berg trägt der Name eines Drachen aus alter armenischer Sage. Ringsum nichts als das offene Hochland von Gegharkunik und der Wind.
Vom Kraterrand öffnet sich die Sicht über den Sevansee im Osten und, bei klarer Luft, bis zum Ararat im Südwesten.
Offroad & Anfahrt
Gelände4/5
Ab Geghhovit führen wir dich im Konvoi auf einer Hochlandpiste über Grasmatten, Geröll und erkaltete Lavafelder auf über 3.000 Meter — dazu Bachfurten, die je nach Schneeschmelze anschwellen. Faktor 4 von 5: Unsere Wagen bauen hoch, fahren mit Untersetzung und Differenzialsperren, und der Lead-Guide hat die Recovery-Ausrüstung dabei. Das letzte Stück zum Kraterrand gehört dir zu Fuß — 30 bis 60 Minuten aufwärts über losen Schlackenhang, bis der See tief im Krater unter dir liegt.
- Beste Saison
- Mitte Juni–September
- Höhe
- 3.597 m
- Nächster Ort
- Geghhovit / Sevaberd
- Originalname
- Աժդահակ
Auf einen Blick
Höhe 3.597 m, höchster Punkt der Geghama-Berge; letzte Eruption um 1900 v. Chr. Im Krater — rund 500 Meter weit, 50 Meter tief — liegt ganzjährig ein See aus Schneeschmelzwasser. Zwei bronzezeitliche Vishapakare (Drachensteine) stehen direkt am Ufer; im Massiv sind über 12.000 Petroglyphen dokumentiert. Offroad-Faktor 4 von 5, beste Zeit Mitte Juni bis September.
Der Drache im Namen: Armenische Mythologie und Geschichte
Die Hochweiden der Geghama-Berge waren schon im Neolithikum belebt: Petroglyphen an den Vulkanhängen zeigen Jagd, Kämpfe und Gestirne, die Vishapakare-Stelen aus grauem Basalt entstanden im zweiten Jahrtausend v. Chr. Der Historiker Movses Khorenatsi schrieb im 5. Jahrhundert: „Azhdahak bedeutet in unserer Sprache Drache.“
Legende & Mythos
In Khorenatsis „Geschichte Armeniens“ ist Azhdahak ein halb drachenhafter König der Meder, den der armenische König Tigran im Kampf mit dem Speer durchbohrt. Vishaps — Drachenwesen der armenischen Mythologie — galten als Bewohner von Berggipfeln und tiefen Seen; einen Vulkan mit Kratersee in dieser Höhe trägt das Attribut nicht zufällig.
Warum hierher
Auf deiner Expedition treffen hier drei Schichten auf engstem Raum aufeinander: junge Vulkangeologie, bronzezeitliche Drachensteine am Kraterrand und ein Name, der direkt in die armenische Mythologie führt. Der Kratersee hält sich nur, weil ein dichter Schlackenkegel das Schmelzwasser über den Sommer staut — ein Bild, das kein anderer Vulkan Armeniens in dieser Höhe bietet. Dazu Steinadler im Aufwind und jesidische Nomaden mit ihren Herden in den Hochlagen.
Praktische Informationen für die Tour
Der Schnee kann bis Ende Juni am Krater liegen, und nachmittags ziehen oft Gewitter auf — wir legen die Tour aufs richtige Wetterfenster und starten früh, damit du den Kraterrand bei klarer Sicht erreichst.
Impressionen
Lage
In 1 Expeditionen enthalten
Bereit, selbst hierher zu fahren?
Der Azhdahak erschließt sich nicht mit Standardfahrzeugen oder ohne Ortskenntnis. Armenia Expeditions plant Anfahrt, Fahrzeuglogistik und die richtige Tageszeit für dich — damit du den Kraterrand mit vollem Blick auf den Sevansee erreichst. Eine Nachricht — den Rest planen wir.
