Übernachtung bei Familien
Das beste Zimmer im Haus, ein geteiltes Bad, Toasts in fester Reihenfolge.

Auf einen Blick
- Dauer
- 1–3 Nächte
- Saison
- Mai bis Oktober
- Region
- Tawusch, Syunik, Wajots Dsor
- Gruppe
- 1–6
- Vegetarisch
- ja
- Vegan
- nein
- Preis
- auf Anfrage
Jede Route wird anders zusammengestellt — den Preis rechnen wir auf deine Anfrage hin.
Kondition
Keine. Erwarte einfache Betten, geteilte Bäder und Treppen ohne Geländer.
Warum diese Monate
Von November bis April raten wir ab: In vielen Dorfhäusern wird nur ein einziger Raum geheizt.
Was dich in Armenien erwartet
Du bist noch am Essen, und dein Teller wird bereits nachgefüllt. Ein zweites Mal, ein drittes Mal, und „nein danke“ gilt hier als Höflichkeitsformel. Ein Rest auf dem Teller wirkt dagegen sofort: Solange etwas darauf liegt, gilt der Gast als versorgt.
Dein Zimmer war bis zum Nachmittag noch das Zimmer von jemand anderem; die Schranktür klemmt, weil dahinter Winterkleidung steht, und über dem Bett hängt ein Familienfoto, das niemand für dich abgenommen hat. Das Bad wird geteilt, nicht jede Tür hat einen Schlüssel, und das Warmwasser kommt aus einem Boiler mit begrenztem Inhalt. Duschst du als Erster, hast du die bessere Dusche.
Gegessen wird gemeinsam, und der Abend hat eine Form. Es wird getoastet, und zwar in einer Reihenfolge: auf die Gäste, auf die Eltern, auf die Abwesenden. Bekommst du eingeschenkt, musst du nicht austrinken; ein voll stehendes Glas ist ein akzeptiertes Signal und rettet den nächsten Vormittag.
Gesprochen wird oft ohne gemeinsame Sprache. Ein Übersetzer bleibt bis zum Abendessen; danach läuft es über Hände, Fotos auf dem Telefon und Zahlen. Das funktioniert besser, als es klingt, und die Gespräche werden dabei kürzer und konkreter.
Morgens ist das Haus früh wach. Kühe kommen vor sechs Uhr aus dem Stall, jemand ruft im Hof, ein Eimer scheppert, und das alles hörst du im Zimmer, weil zwischen dir und dem Hof eine Holztür und ein Fensterrahmen aus den siebziger Jahren liegen. Frühstück gibt es, wenn die Arbeit es zulässt, und es besteht aus dem, was der Hof hergibt: Käse, Butter, Eingemachtes, Brot, Tee.
Bezahlt wird über uns und nicht am Küchentisch. Geld direkt in die Hand zu drücken, bringt beide Seiten in eine Lage, die niemand will, und beim Abschied ist dafür ohnehin der falsche Moment. Ein Mitbringsel aus deiner Gegend dagegen wird ausgepackt, herumgereicht und erklärt, und es muss nichts kosten.



Inklusive
- Zimmer im Haus der Familie
- Abendessen und Frühstück
- Übersetzung am ersten Abend
- Vermittlung und Bezahlung über uns
Nicht inklusive
- Anreise ins Dorf
- Getränke außer der Reihe
- Trinkgeld
Mitbringen
- Hausschuhe
- Handtuch
- Ein kleines Mitbringsel aus deiner Gegend
- Steckdosenadapter
Wir stellen
- Bettwäsche
- Nichts weiter — das Haus ist die Ausstattung
Allergien
Milchprodukte, Weizen und Nüsse stehen in fast jedem Gang. Unverträglichkeiten geben wir dem Haus vor der Ankunft weiter, weil eingekauft wird, bevor du da bist.
Sicherheit und Wetter
Wenn das Wetter nicht mitspielt
Wetter verlegt hier den Abend. Bei Regen zieht die ganze Familie in den einen Raum, der beheizt und beleuchtet ist, und der Abstand zwischen Gästen und Gastgebern wird deutlich kleiner. Die Zufahrt ist der Punkt, an dem Wetter wirklich stört: Lehmwege in die Bergdörfer sind nach starkem Regen für einen Tag unbefahrbar.
Wie wir absichern
Ein Wohnhaus ist nicht auf Gäste geprüft: Treppen ohne Geländer, ein Holz- oder Gasofen im Wohnraum, Stromleitungen, die älter sind als du. Wir zeigen dir am Ankunftsabend den Weg zum Bad und den Ofen, und geheizt wird nachts nicht in geschlossenen Räumen ohne Abzug. Beim Trinken gilt: Ein volles Glas heißt Nein, und das versteht am Tisch jeder.
Klingt nach deinem Tag?
Schreib uns, was dich reizt — wir bauen es in deine Reise ein oder planen es einzeln.