Geysir

Horbategh-Geysir: Mineralquelle am Rand von Vayots Dzor

Vayots DzorAm Ende des Dorfes Horbategh, auf rund 2.000 Metern in den südlichen Ausläufern des Vardenis-Gebirges, drückt eine Mineralquelle Wasser stoßweise aus dem Boden. Das mineralhaltige Wasser hat den Untergrund über die Jahre eingefärbt und einen kleinen, kalkig schimmernden Hügel geformt. Du erreichst die Stelle nur über holprige Wiesen- und Schotterpisten ab dem Dorf.

Horbategh-Geysir mit mineralgefärbtem Boden in Vayots Dzor
Reiseziele

Im Dorf, kaum 240 Einwohner, steht seit 1291 ein Chatschkar neben der Kirche der Heiligen Erzengel — altes Siedlungsland, mitten im vulkanischen Vayots Dzor. Einheimische sagen dem sprudelnden Mineralwasser Heilkraft nach, belegt ist das nicht; sicher ist nur, dass aufsteigendes Kohlendioxid den Ausbruch periodisch antreibt. Zwei Kilometer weiter, auf demselben Weg, wartet schon das Kloster Tsakhats Kar.

Der Horbategh-Geysir liegt am oberen Rand des gleichnamigen Dorfes im Norden der Region Vayots Dzor, etwa 20 Kilometer nördlich von Yeghegnadzor. Auf rund 2.000 Metern Höhe, am Fuß der Vardenis-Berge nahe dem Tal des Artabun, tritt hier kohlensäurereiches Mineralwasser aus dem Boden und steigt in unregelmäßigen Stößen nach oben. Um die Austrittsstelle haben sich über die Zeit mineralische Ablagerungen gebildet, die das Gelände rostrot, ockerfarben und kalkweiß färben. Ringsum liegen offene Bergwiesen, dahinter die Hänge des Vardenis-Massivs. Das Dorf selbst zählt rund 240 Einwohner; vom letzten Hof bis zur Quelle sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Offroad & Anfahrt

Grobpiste3/5

Offroad-Faktor 3 von 5. Ab dem Dorf führt die Zufahrt über holprige Wiesen- und Schotterpisten zur Quelle. Der Untergrund ist grob, mit Schlaglöchern und ausgefahrenen Spurrillen, aber ohne Furten. Bei trockenen Verhältnissen genügt ein 4x4-SUV; nach Regen wird der Wiesenabschnitt matschig und rutschig, dann ist Allrad klar im Vorteil. Die eigentliche Fahrstrecke ab Ortsrand ist kurz, das letzte Stück legst du zu Fuß über die Bergwiese zurück. Anspruchsvoll ist hier weniger die Distanz als der unebene Boden und die Höhenlage. Plane für die holprige Anfahrt samt Aufenthalt vor Ort genügend Zeit ein und fahre die Pisten langsam.

Beste Saison
Mai–Oktober
Höhe
2.000 m
Nächster Ort
Horbategh
Originalname
Հորբատեղի գեյզեր

Lage und Überblick

Lage: Dorf Horbategh, Gemeinde Yeghegis, Region Vayots Dzor, Armenien. Höhe: ca. 2.000 m. Koordinaten: 39.90174, 45.3322. Typ: Geysir / Mineralquelle (kohlensäuregetriebener, periodischer Wasseraustritt). Nächster Ort: Horbategh. Beste Reisezeit: Mai bis Oktober. In der Nähe: Kloster Tsakhats Kar (rund 2 km), Festung Smbataberd, Dorf Yeghegis. Im Dorf: ein Chatschkar (Kreuzstein) von 1291 und die Kirche der Heiligen Erzengel.

Geschichte und Umgebung

Horbategh ist ein altes Siedlungsgebiet im Tal von Yeghegis, das schon im Mittelalter besiedelt war. Davon zeugen ein erhaltener Chatschkar aus dem Jahr 1291 und die Kirche der Heiligen Erzengel im Dorf. Wenige Kilometer entfernt liegt das Kloster Tsakhats Kar, dessen Anlagen am Hang über dem Yeghegis-Fluss zwischen Yeghegis und Horbategh stehen, sowie die Höhenfestung Smbataberd. Der Geysir selbst ist keine gebaute Sehenswürdigkeit, sondern ein natürliches geologisches Phänomen: Im vulkanisch geprägten Untergrund von Vayots Dzor löst aufsteigendes Kohlendioxid das Mineralwasser, das sich periodisch entlädt und dabei die charakteristischen Mineralablagerungen hinterlässt.

Legende & Mythos

Eine eigene, schriftlich belegte Sage zum Geysir ließ sich nicht nachweisen. Der Überlieferung nach gelten kohlensäurehaltige Mineralquellen wie diese in der Region als heilkräftig, und Wasser aus solchen Austritten wurde von Einheimischen geschätzt. Solche Zuschreibungen sind mündlich überliefert und nicht wissenschaftlich belegt; sie gehören zur lokalen Wahrnehmung der Quelle, nicht zu ihren gesicherten Eigenschaften.

Warum sich der Besuch lohnt

Ein aktiver, kohlensäuregetriebener Mineralquell-Geysir ist eine seltene Erscheinung, und dieser liegt abseits der üblichen Routen am Ende eines kleinen Bergdorfs. Du stehst direkt an der Austrittsstelle, siehst das mineralgefärbte Gelände aus der Nähe und hast die offenen Vardenis-Hänge als Kulisse. Wer ohnehin Tsakhats Kar oder Smbataberd ansteuert, findet hier auf rund 2.000 Metern einen ruhigen, wenig besuchten Naturpunkt, den man nur über die holprige Piste erreicht.

Praktische Hinweise

Beste Zeit: Mai bis Oktober; in den Schneemonaten ist die Zufahrt meist nicht befahrbar. Fahrzeug: 4x4-SUV, bei Nässe Allrad nötig. Festes Schuhwerk für das letzte Stück über die Wiese. Es gibt vor Ort keine Infrastruktur, also Wasser und Verpflegung mitnehmen. Das Mineralwasser ist ungeprüft; trinke es nicht ungefiltert. Halte Abstand zur unmittelbaren Austrittsstelle, der Boden ist dort feucht und glitschig. Kombinierbar mit Kloster Tsakhats Kar und der Festung Smbataberd in der näheren Umgebung.

Quellen
01Bildstrecke

Impressionen

02Auf der Karte

Lage

Diesen Ort erfahren

Bereit, selbst hierher zu fahren?

Willst du den Horbategh-Geysir auf der holprigen Piste ab dem Dorf selbst erreichen? Mit Armenia Expeditions planst du die Anfahrt im geländegängigen 4x4 und stehst bei trockenen Verhältnissen direkt an der Mineralquelle. Eine Nachricht — den Rest planen wir.

Tour anfragen